Australien Erfahrungsbericht
Australien. Queensland. Maroochydore State High School. Das klingt sehr fern und unreal, aber für mich wurde es zur Wirklichkeit. Ich, Lara, 17 Jahre, durfte fünf Monate dort zur Schule gehen.
Der Abschied von Freunden und Familie ist natürlich nicht einfach, aber vor mir lag ein großes Abenteuer, dieser Gedanke half enorm. Der Hinflug verging wie im Flug, im wahrsten Sinne des Wortes.
Meine Gastfamilie war super nett und hat mir den Anfang sehr leicht gemacht. Mit einer weiteren Austauschschülerin aus Brasilien, die auch in meiner Gastfamilie wohnte, verstand ich mich super.
Das australische Schulsystem ist komplett anders als in Deutschland. An vieles muss man sich erst mal gewöhnen und bereit sein sich anzupassen. Auch an die Schuluniform hat man sich schnell gewöhnt.
Die langen Pausen werden dazu genutzt auf dem Boden zu sitzen und die Lunchboxen zu essen.
Allgemein ist das australische Schulsystem relativ einfach, je nachdem welche Kurse man belegt. Am besten hat mir die Vielfältigkeit der Fächer gefallen. Durch eine geschickte Auswahl können die Interessen und Stärken positiv genutzt werden. Von Kochen, über Surfen, Kunst-Musikbereiche, Naturwissenschaften und Andere kann man wählen. Bei meinem Lieblingsfach Marine Studies hab ich Motorboot fahren gelernt und war Angeln. Außerdem waren die Fächer oftmals auch sehr berufsorientiert.
Der Unterricht ist nicht stark zum Beteiligen ausgelegt. Der Lehrer schreibt den Unterrichtsstoff an die Tafel, es wird abgeschrieben und nach ca. 4 Wochen muss ein „Assignment“ abgegeben werden, eine Art lange Hausaufgabe. Am Ende des Terms gibt es dann ein Examen, welches von allen Schülern aus einer Stufe in der Aula geschrieben wird.
Auf meiner Schule waren auch noch ca. 20 andere „Internationals“ aus aller Welt, Norwegen, Brasilien, Schweiz und eben Deutschland. Unsere Ansprechpartnerin an der Schule half uns bei Problemen weiter.
Australier sind sehr, sehr freundlich, der Schock ist groß wenn man wieder in Deutschland auf unfreundliche Verkäuferinnen stößt.
Die Gastfreundschaft ist eben großgeschrieben. Öfters trifft man Menschen, die aufgrund deines Akzents deine Herkunft erraten möchten und oft Erfolg haben. Der Ehrgeiz ist dann natürlich groß, den Akzent so schnell wie möglich abzulegen, dies ist aber nicht so einfach, wie man denkt.
Letztendlich ist man natürlich selber dafür verantwortlich, was man aus der Gastfreundschaft macht.
AA Education Network half bei der Vorbereitung, z.B. Auswahl der Schule, Visa etc. Meine Fragen wurden immer schnell beantwortet und diese Sicherheit, dass bei Fragen jemand zur Verfügung steht, finde ich persönlich sehr wichtig.
Ich habe sehr viel erlebt in dieser Zeit, neue Erfahrungen gemacht, meine Weltanschauung ein wenig verändert, eine neue Kultur kennen gelernt und natürlich fünf Monate „easy living“ gelebt, Sonne, Strand und Meer.
Diese Zeit kann mir niemand nehmen und ich habe den Entschluss nie bereut. Es ist wahrscheinlich die beste Erfahrung in meinem Leben. Im Endeffekt war meine Zeit sogar zu kurz, denn ich wollte den Aufenthalt um 3 Monate verlängern.

Reisebericht

